Stadthistorische Vortragsreihe

In Zusammenarbeit von Heimatverein, Kulturamt und Volkshochschule ist erneut ein Programm mit kompetenten Vortragenden erstellt worden. Behandelt werden neben ganz speziell auf Dinslaken bezogenen Themen auch solche, die den Kulturraum des unteren Niederrheins zum Gegenstand haben.

Nächste Termine

Das Kriegsende am unteren Niederrhein im Spiegelbild archäologischer Forschung

Seit 1944 erlebten die Menschen am Niederrhein in leidvoller Erfahrung, was "Krieg vor der eigenen Haustür" bedeutet. Nach monatelangen Gefechten auf der linken Rheinseite erreichten Ende März 1945 die unmittelbaren Kampfhandlungen auch Dinslaken, Voerde und Wesel. Von diesen Ereignissen zeugen auch heute noch zahlreiche archäologische Relikte, die ihre Spuren in der Kulturlandschaft hinterlassen haben. Wolfgang Wegener, langjähriger Mitarbeiter des LVR-Amts für Bodendenkmalpflege, wird in seinem Vortrag einen Überblick über diese in der Öffentlichkeit zumeist unbekannten Zeitzeugnisse geben.

 

Wolfgang Wegener

Dienstag, 19.02.2019, 19:30 – 21:00 Uhr

Dinslaken, VHS, Dachstudio; gebührenfrei

Zur Geschichte der Eisenbahn am Niederrhein

Der Niederrhein ist nie ein sehr verkehrsdichtes Gebiet gewesen. Das trifft auch auf den Schienenverkehr zu. Dennoch sind bereits frühzeitig von unterschiedlichen Eisenbahn-gesellschaften sowohl rechts- wie linksrheinisch eine ganze Anzahl von Trassen gebaut worden. Die älteste Strecke am Niederrhein wurde 1856 eröffnet; sie führte rechtsrheinisch von Oberhausen über Wesel und Emmerich in die Niederlande und berührte dabei auch Dinslaken und Voerde. Erst nachdem die Eisenbahnen ab 1880 verstaatlicht wurden, wuchsen die einzelnen Linien zu einem Gesamtnetz zusammen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen hielten sich dennoch in Grenzen. Vielfach dienten die Hauptstrecken stärker dem Fernverkehr, als dass sie den Niederrhein verkehrsmäßig erschlossen und seine Industriealisierung förderten. Der Notwendige regionale Personen- und Warenverkehr wurde vielfach durch Nebenstrecken, z.B. die Verbindung über Hamborn, Walsum und Spellen, oder durch die Kreis- und Kleinbahnen ermöglicht. Heute sind von diesem Eisenbahnnetz besonders linksrheinisch nur noch wenige Strecken vorhanden.

Der Vortrag über die Entwicklung des Eisenbahnwesens am Niederrhein wird sowohl den Ausbau des Streckennetzes im 19. Jahrhundert wie den Rückbau vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg behandeln und mit speziellen Karten und Abbildungen illustrieren.

 

Prof. Dr. Irmgard Hantsche

Dienstag, 19.03.2019, 19:30 – 21:00 Uhr

Dinslaken, VHS, Dachstudio; gebührenfrei