Stadthistorische Vortragsreihe

In Zusammenarbeit von Heimatverein, Kulturamt und Volkshochschule ist erneut ein Programm mit kompetenten Vortragenden erstellt worden. Behandelt werden neben ganz speziell auf Dinslaken bezogenen Themen auch solche, die den Kulturraum des unteren Niederrheins zum Gegenstand haben.

Nächste Termine

Vom Landstädtchen zum Industriestandort

Der Heimatverein Land Dinslaken ist in unserer Region seit Jahrzehnten der wichtigste Herausgeber stadt- und re-gionalgeschichtlicher Veröffentlichungen. Unter dem Titel "Vom Landstädtchen zum Industriestandort" erscheint nun im Dezember 2019 die neueste Publikation dieser Schriftenreihe. Profunde Kenner der Dinslakener Wirtschaftsgeschichte geben darin eine umfassende historische Darstellung der gewerblichen und industriellen Entwicklung in unserer Stadt.

In Anlehnung an diese Publikation stellt der Leiter des Autorenteams, Sepp Aschenbach, exemplarisch einige dieser Dinslakener Organisationen und Traditionsunternhmen vor und berichtet, wie Gewerbe und Produktion unseren heimischen Wirtschaftsstandort nachhaltig prägten.

Sepp Aschenbach

Dienstag, 28.01.2020, 19:00 - 20:30 Uhr

Dinslaken, VHS, Dachstudio; gebührenfrei

(Vorherige Anmeldung ist erforderlich)

Zeppelin! - Luftschiffe über dem Niederrhein

Sie waren die imposantesten Verkehrs-mittel in der Pionierzeit der Luftfahrt. Die fliegenden Riesenzigarren galten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als das Symbol des technischen Fortschritts und als Zeichen vermeintlicher nationaler Größe. Mit unbeschreiblicher Begeisterung wurden sie von den Menschen auf allen Kontinenten begrüßt und zugleich als Kriegswaffe von der betroffenen Zivilbevölkerung gehasst. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Entwicklung der Zeppelin-Luftschifffahrt, erzählt von deren Protagonisten und berichtet vom Erscheinen der silbernen Giganten am Himmel über dem Niederrhein.

Werner Schenzer

Donnerstag, 30.01.2020, 19:00 - 20:30 Uhr

Hünxe, Rathaus, Ratssaal; gebührenfrei

(Vorherige Anmeldung ist erforderlich)

Bruchkolonisation und Deichwesen im Herzogtum Kleve

Bis ins 12. Jahrhundert war der Nieder-rhein noch eine natürliche "wilde" Land-schaft. Bei hohem Wasserstand ver-änderte der Rhein häufiger sein Flussbett und viele niedrig gelegene Flächen wurden überflutet oder blieben ständige Feuchtgebiete. Die Grafen von Kleve als Landesherren begannen im 13. Jahrhundert mit der Entwässerung der Bruchgebiete und der Anlage von Deichen. In dem Vortrag wird die Geschichte der Bruchkolonisation und das Deichwesen, vor allem in den rechtsrheinischen Gebieten zwischen Dinslaken und Emmerich, vorgestellt. Dies ist auch ein Beitrag, um die heute vorhandene Kulturlandschaft besser zu verstehen.

Wolfgang Wegener

Donnerstag, 13.02.2020, 19:30 - 21:30 Uhr

Voerde, Rathaus, Sitzungssaal; gebührenfrei

(Vorherige Anmeldung ist erforderlich)

Auf den Spuren der eigenen Familie im Stadtarchiv Voerde

Sie wollen mehr über die Geschichte Ihrer Vorfahren erfahren? Die Voerder Stadt-archivarin Kirsten Lehmkuhl gibt eine kurze Einführung in die Nutzung des Stadtarchivs und die vorhandenen, für die Familienforschung interessanten Quellen. So besitzt das Stadtarchiv alte Meldekarten, nicht mehr geführte Häuserkarten und die nach Ablauf ihrer Fortführungspflicht freizugänglichen Personenstandsregister. Nach kürzeren Übungen zum Entziffern der Altdeutschen Schrift (Sütterlin) können sich die Teilnehmer mit Hilfe der Archivarin auf die Suche nach ihren in Voerde gelebten Vorfahren begeben.

Kirsten Lehmkuhl

Donnerstag, 06.02.2020, 17:30 - 21:00 Uhr

Voerde, Rathaus, Stadtarchiv, Raum K 12, Keller; gebührenfrei

(Vorherige Anmeldung ist erforderlich)

Der Aufstand - Die Märzunruhen1920 im Raum Dinslaken-Voerde-Wesel

Im März 1920 kam es im Gefolge des sog. Kapp-Putsches im gesamten Ruhrgebiet zu bürgerkriegsähnlichen Unruhen, die besonders im Raum DInslaken - Voerde - Wesel mit äußerster Brutalität zwischen Reichswehr, Freikorps und bewaffneten Arbeitereinheiten geführt wurden. Hunderte von Toten, umfangreiche Sach- und Gebäudeschäden und eine anschließend dramatische Versorgungslage der Bevölkerung waren die traurige Bilanz der damaligen Ereignisse. Michael Dahlmanns studierte Deutsche Philologie und Geschichte und veröffentlichte seine kritische Auseinandersetzung über die Märzunruhen in der Schriftenreihe des Vereins für Heimatpflege Land Dinslaken.

Michael Dahlmanns

Donnerstag, 19.03.2020, 19:30 - 21:30 Uhr

Voerde, Rathaus, Sitzungssaal; gebührenfrei

(Vorherige Anmeldung ist erforderlich)

Schülersoldaten - Luftwaffenhelfer erleben das Kriegsende in Dinslaken

Ab 1943 wurden ganze Klassenverbände 15- und 16-jähriger Schüler als sog. Luftwaffen- und Marinehelfer zum Dienst in meist heimatnahen Flakbatterien heran-gezogen. Auch zahlreiche Dinslakener und Hamborner Mittel- und Oberschüler kamen damals als Geschützkanoniere und Flakbeobachter von der Schule direkt in den Krieg. Am Beispiel der Flakbatterie Hiesfeld-Hühnerheide berichtet der Vortrag, wie Schüler des Geburtsjahrgangs 1928 in ihren Erinnerungen den Alltag in der Geschützstellung wahrnahmen und die Bombardierung von Dinslaken und den Rheinübergang der Alliierten vor 75 Jahren erlebten.

Werner Schenzer

Dienstag, 24.03.2020, 19:00 - 20:30 Uhr

Dinslaken, VHS, Dachstudio; gebührenfrei

(Vorherige Anmeldung ist erforderlich)

Der Rheinübergang 1845 bei Voerde

Die Menschen am Niederrhein erlebten 1945 in leidvoller Erfahrung, was der "Krieg vor der eigenen Haustür" bedeutet. Nach wochenlangen Gefechten auf der linken Rheinseite erreichten Ende März 1945 die unmittelbaren Kampfhandlungen auch Voerde. Pastor Kolks berichtet in seinem Vortrag über den Rheinübergang der Amerikaner bei Spellen, Ork und Mehrum, den Verlauf und die Opfer der Kampfhandlungen und über die Erinnerungen hiesiger Zeitzeugen. Wilhelm Kolks ist seit 25 Jahren Pastor in Spellen, ein renommierter Heimatforscher und Autor mehrerer stadtgeschichtlicher Veröffentlichungen.

Wilhelm Kolks

Donnerstag, 02.04.2020, 19:30 - 21:30 Uhr

Voerde, Rathaus, Sitzungssaal; gebührenfrei

(Vorherige Anmeldung ist erforderlich)

Der Hofrath und sein Sohn - wie eine Dinslakener Familie Weltruhm erlangte

Solingens malerischer Stadtteil Gräfrath verdankt seine internationale Bekanntheit im 19. Jahrhundert besonders dem Wirken des 1792 in Dinslaken geborenen Friedrich Hermann de Leuw. Über viele Jahre praktizierte der namhafte Augenarzt in Gräfrath und aus ganz Europa reisten Adelige, Bischöfe und wohlhabende Bürger zur Behandlung in den kleinen bergischen Ort. Während seine jüngeren Söhne ebenfalls Medizin studierten, besuchte sein Sohn Friedrich August de Leuw die Düsseldorfer Kunstakademie. Heute gilt er als typischer Landschafts- und Vedutenmaler der Düsseldorfer Malschule, dessen künst-lerisches Werk 2021 auch im Rahmen einer Ausstellung im Museum Voswinkelshof zu sehen sein wird.

Der langjährige Leiter des Kunstmuseums Solingen, Dr. Rolf Jessewitsch, macht uns in seinem Vortrag schon heute mit der Familie de Leuw und deren Dinslakener Wurzeln bekannt und würdigt deren medizinisches und künstlerisches Wirken.

Dr. Rolf Jessewitsch

Dienstag, 21.04.2020, 19:00 - 20:30 Uhr

Dinslaken, VHS, Dachstudio; gebührenfrei

(Vorherige Anmeldung ist erforderlich)

Von der Burg im Sumpf zur Stadt im Grünen - eine kleine Geschichte Dinslakens

"Lake juxta instincfeld", frei übersetzt "Wasserlachen bei Hiesfeld" ist die nicht besonders einladende Beschreibung, die ein Chronist im 12. Jahrhundert über das heutige Stadtgebiet von Dinslaken niederschrieb. Wie aber wurde im Laufe der Geschichte aus einer Wallburg im Sumpf die heutige Stadt im Grünen? Zusammen mit Pfarrer Sepp Aschenbach begeben wir uns bei unserem stadthistorischen Frühstück auf eine interessante Spurensuche über Motten, Herzöge, Viehmärkte und "dinsende Laken".

Sepp Aschenbach

Freitag, 08.05.2020, 09:30 - 11:00 Uhr, Einlass 09:15 Uhr

Dinslaken, Café Hof Emschermündung

EUR 18,00 inkl. Frühstück

(Vorherige Anmeldung ist erforderlich)