Stadthistorische Vortragsreihe

In Zusammenarbeit von Heimatverein, Kulturamt und Volkshochschule ist erneut ein Programm mit kompetenten Vortragenden erstellt worden. Behandelt werden neben ganz speziell auf Dinslaken bezogenen Themen auch solche, die den Kulturraum des unteren Niederrheins zum Gegenstand haben.

Nächste Termine

Kirchliche Reformen im Land Dinslaken vor Luther

 

50 Jahre geglückte und gescheiterte Versuche (1467 - 1517)

 

Referent: Pater Dr. Ludger Horstkötter

 

Kirchliche Reformationsversuche gab es in allen Jahrhunderten von der Antike bis zur Gegenwart. Auch in den 50 Jahren vor der Reformation gab es im Herzogtum Kleve Erneuerungsbewegungen, die das Land Dinslaken erfassten. Pater Ludger von der Abtei Hamborn beschreibt die kirchliche Situation am Ende des Mittelalters und berichtet über geglückte und gescheiterte kirchliche Erneuerungsanstrengungen am Niederrhein in den letzten 50 Jahren vor Luther.

Dienstag, 05. September 2017, 19:30 Uhr

Dinslaken, VHS, Dachstudio

Zwischen Duldung und Dialog - die Kirchenpolitik Wilhelm V. als reichsweites Unikat

 

Referent: Dr. Susanne Becker

 

Die komplexe Religionspolitik des 16. Jahrhunderts in den Vereinigten Herzog-tümern Jülich-Kleve-Berg stellt die Nach-welt seit jeher vor große Herausforde-rungen. Wie kann es sein, dass ein Herzog formal katholisch bleibt, Reformier-te strikt ablehnt und bekämpft, aber Lutheranern größtmögliche Konzessionen macht? Welche Motivation steht hinter dieser reichsweit singulären Politik? Diese Fragen sollen mit Hilfe eines intensiven Blicks auf den prägenden Herrscher Wilhelm V. und seine persönliche Über-zeugung beantwortet werden. Dabei geht die Referentin insbesondere auf das Zu-sammenspiel von machtpolitischen Inter-essen und religiösen Überzeugungen ein.

 

Dienstag, 12. September 2017, 19:30 Uhr

Dinslaken, VHS, Dachstudio

Das evangelische Gemeindehaus in Dinslaken - Das Gebäude, seine Geschichte und seine Vorbilder

 

Referent: Dipl. Ing. Jutta Heinze

 

Jutta Heinze, Architektin BDA DWB aus Duisburg, betreute die Sanierung, den Umbau und die Erweiterung des evangelischen Gemeindehauses in Dinslaken von der ersten Planung bis zur Fertigstellung 2010. Mit evangelischen Gemeindehäusern hat sie sich schon an anderen Orten (u.a. in Heiligenhaus, Köln-Stammheim, Düsseldorf-Gerresheim, Duisburg) intensiv beschäftigt. Fast immer spielen dabei der Denkmalschutz und der Umgang mit der bestehenden Bausubstanz eine wichtige Rolle. Das wird sie auch am Beispiel der Neukonzeption und der Erweiterung des Gebäudes in Dinslaken veranschaulichen. Mit entsprechendem Bildmaterial und Beispielen ordnet sie das Dinslakener Gemeindehaus ein in die Entwicklungsgeschichte kirchlich genutzer Gebäude dieser Art.