Stadthistorische Vortragsreihe

In Zusammenarbeit von Heimatverein, Kulturamt und Volkshochschule ist erneut ein Programm mit kompetenten Vortragenden erstellt worden. Behandelt werden neben ganz speziell auf Dinslaken bezogenen Themen auch solche, die den Kulturraum des unteren Niederrheins zum Gegenstand haben.

Nächste Termine

Luftwaffenhelfer in Dinslaken

Ab 1943 wurden ganze Klassenverbände 15- und 16-jähriger Schüler als sog. Luftwaffen- und Marinehelfer zum Dienst in meist heimatnahen Flakbatterien herangezogen. Auch zahlreiche Dinslakener und Hamborner Mittel- und Oberschüler kamen damals als Geschützkanoniere und Flakbeobachter von der Schulbank direkt in den Krieg. Am Beispiel der Flakbatterie Hiesfeld-Hühnerheide berichtet der Vortrag, wie Schüler des Geburtsjahrgangs 1928 den Alltag in der Geschützstellung wahrnahmen und die Bombardierung von Dinslaken und den Rheinübergang der Alliierten vor 75 Jahren erlebten.

Werner Schenzer

Dienstag, 23.11.2021, 19:00 - 20:30 Uhr

Dinslaken, VHS Dachstudio

gebührenfrei

(Vorherige Anmeldung bei der VHS ist erforderlich!)

Der niedergermanische Limes - Neue Forschungsergebnisse zur Römerzeit im Kreis Wesel

Entlang des antiken Rheinufers reihen sich auf einer Länge von knapp 400 km die Standorte des niedergermanischen Limes. Neben den wichtigsten römischen Legionslagern Bonna/Bonn, Novaesium/Neuss, Vetera/Xanten und Noviomagus/ Nijmegen befinden sich hier auch viele andere bauliche Relikte wie Klein- und Hilfstruppenkastelle.
 
Besonders in jüngster Zeit hat der Einsatz von moderner Luftbildarchäologie und geophysikalischer Prospektionsmethoden neue Funde ermöglicht und einen spannenden Einblick in die antike Militär- und Lagerarchitektur geliefert. Jens Wegmann vom LVR-Amt für Bodendenkmalpflege berichtet in seinem Vortrag über die neuen Forschungsergebnisse am Niederrhein, den Einsatz der Luftbildarchäologie und die Anerkennung des niedergermanischen Limes als UNESCO-Weltkulturerbe.

Jens Wegmann

Montag, 15.11.2021, 19:00 - 20:30 Uhr

Voerde, Rathaus Sitzungssaal

gebührenfrei

Das Grab des Herrn von Mehrum - Römer und Germanen am Rhein

Im Frühjahr 1888 stieß der Landwirt Heinrich Möltgen bei Aus-schachtungensarbeiten in Mehrum auf die Reste eines römerzeitlichen Kriegergrabes aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert. Neben vier prachtvollen und vollständig erhaltenen Bronzegefäßen fand er als weitere Grabbeigaben u.a. ein Schwert, einen Dolch und die Überreste eines Schildes. Der Grabfund von Mehrum gehört zu den bedeutendsten im ganzen Rheinland und ist in der  archäologischen Fachwelt ein Begriff.

Klaus Frank, wissenschaftlicher Referent in der Abteilung Prospektion des LVR-Amts für Bodendenkmalpflege im Rheinland, berichtet in seinem Vortrag über diesen außergewöhnlichen Fund und den jahrhundertelangen kulturellen und wirtschaftlichen Austausch zwischen dem Römischen Reich und dem germanischen Siedlungsraum.

Foto: Axel Thünker, DGPh für LVR-Archäologischen Park Xanten

Klaus Frank

Donnerstag, 22.02.2022, 19:00 - 20:30 Uhr

Voerde, Rathaus Sitzungssaal

gebührenfrei